Downhill Rekord 9679Höhenmeter


Einrad Downhill Rekord

9.679Höhenmeter in 12 Stunden am Einrad von David Weichenberger (Ö) und Makus Büchel (Lichtenstein)

Unser Ziel, den alten Rekord von 8.000 Höhenmetern zu knacken, ist geglückt.
Auf die 10.000 m Grenze fehlte auch nicht mehr viel.

Am Jakobshorn beginnt noch vor 5 Uhr Früh ein rekordverdächtiger Tag.

Wir steigen auf zum Gipfel des Jatzhorn und kurz vor 6 Uhr in stockfinsterer Nacht beginnt die erste Abfahrt. Die Fahrt dem Grat entlang klappt recht gut, da man den Abgrund unter sich eh nicht sieht – die Lampen leuchten nur bis zum übernächsten Stein. Schon kurz darauf stehen wir ohne Weg mitten am dunklen Berg. Wir Folgen dem Schein unserer Stirnlampen durch das Gelände steil bergab. Schon in den ersten 300hm wird unsere Tour zur ersten Herausforderung. mehr als 9000 weitere Höhenmeter sollen an diesem Tag folgen.
Der Zeitplan ist mehr als eng gestrickt und die erste Bergbahn  im Tal die normal nur für Mitarbeiter auf den nächsten Gipfel bringt darf nicht verpasst werden.
Der drang nach unten ist größer als die Vernunft und so kämpften wir uns nur halb am Rad zum nächsten Pfad durch. Der Pfad ging in den Wald und wir versuchten den Bäumen im dunklen Wald so gut wie möglich auszuweichen. Nur ein mal knallte ich vom Rad frontal gegen einen schwarzen Stam.
Abfahrt 1 meisterten wir ohne weitere defekte und Stürze noch rechtzeitig bis zur Bergbahn.

Bei +2°C und nur wenige Minuten nach Sonnenaufgang starteten wir zur zweiten Abfahrt. In einer Linkskurve im ersten schroffen Geröllfeld präsentierte Markus erstmals seine überschlags Künste vom Rad zum Fels.
Langsam wurden wir beide munter und heizten mit vollgas den Berg ins Tal sogar eine halbe Stunde vor unserem Zeitplan erreichten wir die Talstation

Die dritte Abfahrt macht noch richtig Spaß. Felsen, enge knackige Wanderwege, tolle Aussicht auf die umliegenden und Gipfel und ende im Tal am Davoser See. Wunderbar.

Nr 4. Wieder hoch auf über 2600 Meter und eine lange Traverse zur nächten Seilbahn. Abflug in Schlamm und Kuhfladen. der Zielsprint zur nächsten Gondelfahrt ist leider vergebens, wir Warten eine halbe Stunde auf die nächste Bergfahrt.

Halbzeit. Während die Seilbahnen Mittagspause machen radeln Markus und ich zum fünften mal den Berg runter. Ein technisch schwerer Trail führt uns direkt in einen Sumpf. Verzweifelt versuchen wir uns durch den Schlamm zu treten und möglichst wenig quer zum Hang abzurutschen.
Einige wenige Km Schotterstraße ziehen sich eine gefühlte ewigkeit zur Talstation.

Mitlerweile total erschöpft, hat uns die Seilbahn zum 6. mal auf über 2500 Meter Seehöhe gebracht. Halb in trance eine wunderbare Abfahrt entlang von steilen felshängen bis zur Mittelstation und weiter auf der Freeridestrecke der Mountainbiker ins Tal.

Mit frischem fairtrade Orangensaft gestärkt, der uns schon von Talstation zu Talstation begleitet gehts zum siebten mal ins Tal. Eine Rollerstrecke und dann ein knackiger Wanderweg lassen uns langsam verzweifeln. Jede Wurzel, jeder Stein wird zum anstengenden Hindernis. wir können beide nicht mehr, fahren aber tapfer weiter durch den holprigen Buchenwald.

Ein letztes mal geht es hoch und am Madriser-Wunderland vorbei. Mitlerweile ist jeder Meter zu Fuß eine qual. Jeder Meter ja sogar centimeter Bergauf wird zur überwindung und mühsamen herrausforderung. Rollen geht ja mit dem Einrad noch immer nicht und so strampeln wir am Ende unserer Kräfte weiter. Unser Ziel Küblis liegt bald vor uns in Sichtweite

 

 

 

 

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